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38 Jahre Schüleraustausch - erstmalig von der EU gefördert

Als wir mit den Vorbereitungen auf den 38. Schüleraustausch begannen, war nicht klar, ob dieser in gewohnter Form würde stattfinden können. Vor allem die nicht allzu hohe Anzahl an Anmeldungen und die gestiegenen Preise in einigen kostenrelevanten Bereichen (Bus, Park- und Mautgebühren usw.) stellten uns vor eine regelrechte Herausforderung und das ursprüngliche Programm musste überdacht werden.

Der Besuch der jungen Franzosen im Herbst verlief dennoch sehr gut. Sie verbrachten eine schöne Zeit in Marktheidenfeld und der Region und sammelten viele neue Eindrücke. Mit der uns Anfang Dezember erreichenden Nachricht, dass unser im September eingereichtes Kurzmobilitätsprogramm von der EU gefördert werden würde, konnten wir aufatmen und uns ganz auf den Gegenbesuch kurz vor den Osterferien konzentrieren.

Dieser stand ganz im Zeichen der Olympischen Spiele, die dieses Jahr in Frankreich, vor allem in und um Paris, ausgetragen werden. Unsere französische Kollegin, Frau Ruanlt, und wir erarbeiteten ein Lernprogramm, bei dem ein kleines Projekt rund um Olympia auf die Beine gestellt wurde. Die Schüler recherchierten in Kleingruppen zu verschiedenen Themen wie den Ursprüngen der Olympischen Spiele, den alten und neuen Disziplinen, den Ritualen und Symbolen, dem Maskottchen oder auch zu berühmten Athleten. Entstanden sind Info-Plakate, die am deutsch-französischen Abend vor den Gasteltern, den Kollegen und einigen Vertretern des Städtepartnerschaftskomitees vorgestellt wurden. Sportlich wurde es während des Aufenthaltes auch, denn unsere Schüler durften dank des Engagements der französischen Sportlehrer an „paralympischen Spielen“ teilnehmen und probierten unter anderem Blindenfußball und Bogenschießen aus.

Sowohl die Schüler als auch die Kollegen empfanden die Projektarbeit als sehr informativ, bereichernd und abwechslungsreich. Die Deutschen waren über den Ehrgeiz und Fleiß der Franzosen, die wahre Künstler sind in Sachen Layout, erstaunt, die Franzosen wiederum staunten nicht schlecht über den souveränen Umgang unserer Schüler mit Technik im Allgemeinen. Man hat vom anderen viel gelernt, seine sprachlichen Kenntnisse und seinen Horizont erweitert, aber vor allem neue Freunde gefunden.

Wir als Organisationsteam stehen schon in den Startlöchern für den 39. Austausch. Nach dem Erfolg dieses ersten Erasmus+-Projekts streben wir nun, als Erasmus-Neueinsteiger, eine Akkreditierung an, damit wir dank eines vereinfachten Zugangs zu Fördermöglichkeiten weiterhin bereichernde Begegnungen gestalten und unseren Beitrag zum europäischen Zusammenhalt leisten können.